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Aktuelles:

Einladung zum Infoabend und zum Tag der offenen Tür (05./06.11.2015).


 Der Bischof in der KvB-Schule                                                             20. April 2015

Am Montagmorgen war alles vorbereitet für den hohen Besuch aus Kassel und Wiesbaden. Die Katharina-von-Bora-Schule in Oberissigheim war die erste Station der dreitägigen Visitation des Bischofs der Landeskirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein. In diesen drei Tagen widmen sich der Bischof und Vertreter der Landeskirche der Arbeit der Kirchen in den Schulen und treffen dabei die Verantwortlichen aus Schule, Schulbehörde und Politik.  Los ging es mit dem Morgenkreis in der Schule. Alle Schüler kommen hier zusammen, singen, hören eine biblische Geschichte und gratulieren denen, die Geburtstag hatten. Erst danach beginnt der Unterricht, der in jahrgangsgemischten Lerngruppen erteilt wird und nach einem reformpädagogischen Konzept durchgeführt wird.

Der hessische Kultusminister, Prof. Dr. R. Alexander Lorz, nahm ebenfalls an dem sich anschließenden Rundgang durch die Klassenzimmer teil und erhielten einen lebendigen Eindruck vom Alltag in den Klassen. Dem Rundgang folgte ein Fachgespräch zwischen dem Bischof und dem Kultusminister, an dem auch Bernd Böttner, der Propst des Sprengels Hanau, Dr. Eberhardt Stock, der Bildungsdezernent der EKKW, Dr. Michael Dorhs, Referent für Schule und Unterricht der EKKW, sowie Sylvia Ruppel, die Leiterin des Staatlichen Schulamtes in Hanau, teilnahmen.

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NICHT DIE BESSERE, SONDERN EINE GUTE SCHULE

Der Bischof machte deutlich, dass die Entstehung der kirchlichen Grundschule in Oberissigheim einer örtlichen Initiative zu verdanken sei, die sich sehr für dieses Projekt eingesetzt habe. Die Landeskirche hätte nie ein Interesse daran gehabt, eine Konkurrenz zu bestehenden Schulen zu etablieren. Vielmehr habe man gründlich abgewogen, ob der Bedarf für eine „Angebotsschule mit evangelischem Profil” vorhanden sei und ob sie die nötige Akzeptanz finden werde. „Eine kirchliche Schule will nicht die bessere Schule sein, sondern eine gute,” führte der Bischof aus. Die Leiterin des Schulamtes lobte diese lange Vorbereitungsphase und bestätigte, dass die Akzeptanz der Katharina-von-Bora-Schule innerhalb der Schullandschaft gerade deshalb ausgesprochen hoch sei. Der Kultusminister führte aus, dass private Träger durchaus zum Schulsystem hinzugehören und als Bereicherung betrachtet werden. Zudem sei der Standort in einer durchaus wachsenden Region auch sinnvoll gewählt.

Schulreferent Dr. Michael Dorhs legte das Konzept der Schule dar und betonte, dass es primär drei Merkmale seien, an denen man ihr evangelisches Profil erkennen könne, nämlich die Aufnahme christlicher Feste und Rituale in den Schulalltag, das Bemühen um Bildungsgerechtigkeit durch den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Förderbedarf und die liebevolle Grundhaltung i.S. Jesu jedem einzelnen Kind gegenüber. „Keiner solle verloren gehen!” Das merke man schon am Morgenkreis, in dem biblische Geschichten eine Rolle spielen, aber auch daran, dass das Schulgeld bewusst sehr niedrig angesetzt ist, um soziale Unterschiede zu minimieren. „Hier lernen Kinder im Umgang mit unmittelbar erlebter Verschiedenheit ganz selbstverständlich Respekt, Achtung und Rücksichtnahme”, betonte Dorhs.bischof-bild-4

Im Gespräch wurde deutlich, dass die Schule auch für die Eltern eine niederschwellige Begegnung mit evangelischer Kirche möglich mache. Deshalb sei die örtliche Kirchengemeinde in die Arbeit der Schule bewusst und stark integriert worden. Auch die Situation der Zusammenarbeit zwischen kirchlichen und staatlichen Behörden wurde von allen Beteiligten als ausgesprochen vertrauensvoll und verlässlich bewertet.

Derzeit stehe die Schule in einem Schulentwicklungsprozess, der zu einer Öffnung und Vergrößerung der Schule führen könnte. Auch hier stehe man in gutem Austausch mit dem Schulamt in Hanau. Das reformpädagogische Konzept und das evangelische Profil seien offenbar so attraktiv, dass es von immer mehr Eltern nachgefragt werde. Und so gebe es Überlegungen, die strenge Ortsgebundenheit zu lockern und auch Schülerinnen und Schüler aus umliegenden Kommunen aufzunehmen. Alle Beteiligten waren sich einig darin, dass die Schule auf einem sehr guten Weg sei und man der Zukunft positiv entgegensehe. Die gute und leichte Anbindung an weiterführende Schulen zeige die hohe Akzeptanz der Schule. In diesem Jahr machen die ersten Absolventen ihr Abitur und dies mit guten Ergebnissen. Auch das sei eine positive Bestätigung der hier geleisteten Bildungsarbeit.bischof-bild5

Eltern und Kollegium schätzen die jahrgangsübergreifenden Lerngruppen

Nach einem weiteren Rundgang kamen die Verantwortlichen dann mit einigen Vertreterinnen und Vertretern der Elternschaft zusammen. Die Eltern äußerten sich sehr positiv über das Konzept des jahrgangsübergreifenden Lernens und betonten, dass diese Schule als „bodenständige Ortsschule” gelebt würde und keinesfalls als elitäre Privatschule. Man entscheide sich bewusst für dieses Konzept, zu dem auch ein erhöhtes Engagement der Eltern gehöre.

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Im anschließenden Gespräch mit dem Kollegium wurde der erfolgreiche Verlauf des Schulentwicklungsprozesses der letzten Jahre hervorgehoben. Es zeige sich deutlich, dass einerseits der Bedarf an Ganztagsbetreuung wachse, andererseits aber auch der Bedarf an Lebensbegleitung. Dem entspreche das Vorhaben, Unterricht und Betreuung immer enger zu verzahnen. Freilich müsse sich die Schule auch immer bewusst sein, wo derzeit ihre – auch räumlichen – Grenzen liegen. Der Bischof machte den Lehrerinnen Mut darin, das evangelische Profil der Schule mehr und mehr auch zu benennen und nicht nur implizit vorauszusetzen.

In Oberissigheim waren die Narren los:

Am Faschingdienstag war in Oberissigheim wieder die Hölle los.

Die Kinder und Lehrer der Katharina von Bora Schule zogen begleitet von einigen Motivwagen des Bruchköbeler Faschingszuges durch Oberissigheim.

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Einige Impressionen aus dem zweiten Halbjahr 2014

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Monatsfeier mit Vorträgen der Schülerinnen und Schülermonatsfeier

Berichte über Veranstaltungen:

 

Klassenfahrt 2014 nach Bad-Orb

Was für ein Erlebnis!

Dieses Jahr ging die Klassenfahrt der Stammgruppe 3/4 nach Bad-Orb Wegscheide ins Landschulheim. Wie eine große Familie haben wir in einem großen Haus gewohnt und mussten verschiedene Dienste einteilen, damit unser Alltag und das Leben in der Gemeinschaft funktioniert.

Die Kinder mussten 3x täglich das Essen mit einem Wagen vom Küchenhaus in unser Haus bringen, wir haben gemeinsam den Tisch gedeckt, abgespült,…
An zwei Vormittagen haben wir ein Abenteuer erlebt. Sowohl bei der Schatzsuche als auch beim Spessartabenteuer konnten wir unsere Teamfähigkeit vertiefen und kooperative Spiele und Knobelaufgaben lösen. Die Rückmeldung der Sozialpädagogen war hochlobend. Sie hatten seit 10 Jahren nicht mehr so teamfähige Kinder erlebt!
Jeden Tag haben wir mit den Kindern einen Rückblick auf den Tag genommen und reflektiert, was heute gut geklappt hat und welche Ziele wir erreicht haben. Die Kinder und wir als Lehrerinnen sind hoch zufrieden. Einige wollten sogar länger bleiben.
Als Dank und Belohnung gab es für jedes Kind eine Urkunde über die erfolgreiche Teilnahme an der Klassenfahrt mit besonderer Auszeichnung wie z.B.„der Kurvenkrieger“,
„der Grenzdiskutierer“ oder „der Regeleinhalter“.

In diesem Sinne, auf die nächsten Klassenfahrt!

Juliane Scherff

„Man muss oft etwas Tolles unternehmem, um nur wieder eine Zeitlang leben zu können „ (Goethe)

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10 Jahre Katharina-von-Bora-Schule

Mediterrane Häuser, ein steiniger Weg mit einem riesigen Stein-haufen in der Mitte, ein Wirtshaus, Gäste, Räuber, Soldaten, zwei Ortsschilder, Jerusalem auf der einen, Jericho auf der anderen Seite.

Am 7. September 2013 erinnerte nicht mehr viel an eine Grund-schule. Das Singspiel „Der barmherzige Samariter”, das ein High-light des Jubiläumsgottesdienstes in der Katharina-von-Bora-Schule war, hatte die Turnhalle und das Foyer durch liebevoll ge-staltete Kulissen und Schauspieler in eine israelitische Bergstraße verwandelt. Die Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klasse zeigten sehr anschaulich, wie die so bekannte Geschichte des barmherzigen Samariters wohl hätte aussehen können. Die-jenigen, die nicht als Schauspieler aktiv waren, rundeten das Singspiel durch Lieder ab, die die gezeigte Situation noch einmal musikalisch aufnahmen. So wurde beispielsweise eine Razzia des Wirtshauses (wo sind die Räuber hin?) durch die Soldaten von einem Soldaten-Song untermalt.

Die Frage, die diese biblische Geschichte dabei stellt, wurde so schauspielerisch und musikalisch herausgehoben und von Pfarrer Dr. Burkhard von Dörnberg, der den Gottesdienst leitete, in der Ansprache aufgenommen. Eine „verrückte” Geschichte: Warum gehen Priester und Levit vorbei an dem Verletzten? Warum muss erst jemand kommen, dem sonst keiner vertrauen würde, nur weil er aus dem falschen Land kommt?

 

Nicht nur die Gleichgültigkeit der ersten beiden Vorbeilaufenden wird in diesem Stück thematisiert, sondern auch die Verschie-denheit der Menschen. Nach welchem Maßstab ist denn zu be-stimmen, wer gut oder böse ist? Darf man nur nach der Her-kunft oder dem Stand der Person gehen? Eine Antwort darauf gibt das Lied, das zum Schluss von allen gemeinsam gesungen wurde: „Schwarz oder weiß, kalt oder heiß. Menschen sind ver-schieden gemacht. Gott hat alles bedacht.” Bei diesem und eini-gen anderen Liedern wurden die Kinder von dem Projektchor tatkräftig unterstützt, der extra für dieses Jubiläum aus Eltern und Ehemaligen gegründet wurde. Es war ein sehr schöner Got-tesdienst, der nicht nur den zahlreichen Besuchern, sondern auch den vielen Mitwirkenden sichtlich Freude bereitet hat.

 

Doch war der Gottesdienst nur der erste Teil des Jubiläums-Festes. Der Nachmittag wurde durch zahlreiche Attraktionen auf dem Schulgelände für die Kinder zum Ereignis.

 

Denn dort gab es nicht nur den herrlichen Sonnenschein und viel Platz zum Spielen, sondern auch eine Rollrutsche und eine Hüpfburg boten den Kindern die Möglichkeit sich richtig auszu-toben und den Tag ganz besonders zu genießen.

 

Während die Kinder also den 10. Geburtstag ihrer Schule drau-ßen ausgiebig feierten, ging es in der Schule etwas ruhiger und inhaltsschwerer zu. Denn dort wurde den geladenen Ehrengäs-ten das Mikro für Grußworte überlassen. Zum 10jährigen Jubi-läum erinnerte so Bischof Dr. Martin Hein an die Anfänge der Schule, an deren Planung und Gründung er maßgeblich mitge-wirkt hatte. Als weitere kirchliche Vertreter ergriffen auch Refe-rent für Schule und Unterricht Dr. Michael Dorhs und Dekan Dr. Martin Lückhoff das Wort. Letzterer leitete sein Grußwort sogar mit einem Geburtstagsständchen auf dem Xylophon ein. Doch auch eine evangelische Schule hat eine gewisse Anbindung an die örtliche Politik und so kam auch der Bürgermeister Günther Maibach zu Wort. Die kommissarische Schulleiterin Juliane Scherff rundete das Bild der Grußworte als Vertreterin der Schule ab und betonte, dass die Katharina-von-Bora-Schule von Anfang an eine integrative Schule war und es auch weiter-hin wichtig ist, die Inklusion umzusetzen und zu leben.

 

Alles in allem war es eine sehr gelungene Feier zum 10jährigen Jubiläum einer besonderen Schule und ich bin mir sicher, dass alle Beteiligten sich schon auf viele weitere Jubiläumsfeiern freuen.

 

Oliver Jusek

Hier einige Impressionen:

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